Freitag, 19. Mai 2017

Präkognitiver Traum: Der Spendensammler

Heute habe ich die Träume der letzten Woche notiert. Ich diktiere meine Traumerinnerungen morgens immer auf mein Handy und übertrage sie oft erst nach ein paar Tagen gesammelt in mein Traumtagebuch. Es ist immer wieder amüsant oder überraschend, was dabei herauskommt, weil ich die Träume bis dahin oft vergessen habe oder nur noch sehr vage erinnere. So entdecke ich bei diesem nachträglichen Übertragen der Träume manchmal auch Elemente oder Details, die sich rückblickend ganz klar als präkognitiv erweisen, weil sich in der Folge in meinem Alltag etwas dazu Passendes ereignet. Ein solches Erlebnis hatte ich z.B. vor einigen Tagen. Ich hatte morgens einen Traum aufdiktiert - diesen aber umgehend vergessen - und dann wenige Stunden später erlebte ich eine dazu sehr passende Situation im Alltag. Der Traum ging folgendermassen:
Ich habe geträumt, ich war unterwegs in einer Stadt auf einem schmalen Weg. Es kann sein, dass es entlang von Grachten (Graben) war. Mir kam ein junger Mann entgegen mit einer Mischung aus Roller und Fahrrad. Er fiel von seinem Gefährt und ich hatte gleich das Gefühl, es sei inszeniert und er wolle damit nur meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das gelang auch und ich schaute zu ihm. Er wollte mir dann etwas zeigen, aus seiner Tasche holte er Crêpes, die in weisse Tücher eingeschlagen waren. Sie waren ganz frisch und noch warm, er legte sie samt Tücher auf den Boden und ich fand es nicht sehr hygienisch. Der Mann war aber so mit Feuereifer bei der Sache, dass seine Freude auf mich übersprang. Ich nahm einen Crêpes und er fragte, ob ich etwas spenden würde für ein Restaurant, das er und seine Freunde demnächst eröffnen würden. Ich nickte und er legte mir eine Urkunde hin, in die ich hineinschreiben sollte, wie viel ich spenden möchte. Ich zögerte kurz und hatte dann 50 chf vor Augen. Das war zwar einerseits etwas viel, andererseits gefiel mir seine Begeisterung und mit wie viel Freude er bei der Sache war. Das wollte ich gerne unterstützen und schrieb also tatsächlich 50 chf in die Liste...

Im Alltag erlebte ich wenige Stunden später Folgendes:

Ich bin unterwegs mit dem Zug. Plötzlich kommt ein junger Mann auf mich zu und streckt mir eine Liste entgegen. Ich sehe Namen und Adressen auf der Liste und der Mann fuchtelt mit seinen Händen herum und zeigt immer wieder auf seinen Mund und seine Ohren. Als Überschrift steht auf der Liste etwas von einer Einrichtung für Taubstumme, die in der Nähe gebaut werden soll. Mir ist nicht ganz klar, was er will und ich denke, er sammelt Unterschriften. Vielleicht ist es für eine Volksinitiative, da würde ihm meine Unterschrift als Nicht-Schweizerin aber nichts bringen. Auf der Liste ist oben rechts auch die Schweizer Flagge abgebildet. Ich zeige darauf und schüttle den Kopf um ihm klar zu machen, dass ich keine Schweizerin bin. Er sagt: "Macht nichts...ist international...". Ich nicke zustimmend und er fällt mir vor Begeisterung um den Hals. Jetzt fällt mein Blick auf die letzte Spalte der Tabelle und dort stehen Beträge von 30, 40, 50 bis 90 chf. Und erst jetzt kapiere ich, dass er Geld will. Ich blicke noch einen Moment auf die Liste. Seltsamerweise stammen alle bisher eingetragenen Adressen und Geldbeträge von derselben Handschrift und darüber hinaus frage ich mich, wieso der junge Mann vorhin plötzlich reden konnte... mit einem Kopfschütteln gebe ich ihm die Liste zurück. Er schnappt sie sich und eilt davon...

Beim heutigen Nachtragen des Traumes stand mir sofort die Situation im Zug mit dem "Spendensammler" vor Augen und ich war perplex über die Übereinstimmung zum wenige Stunden zuvor geträumten Traum. Auch ist es wieder einmal ein schöner Beweis dafür, dass selbst Trübträume mit wenig spektakulärem Inhalt interessante präkognitive Hinweise geben können und somit den Zusammenhang zwischen Traum- und Alltagswelt aufzeigen.

2 Kommentare

  1. Die Träume direkt nach dem Aufwachen zu diktieren ist ja eine großartige Idee! :) Ich interessiere mich sehr für Astrologie und Spiritualität, mit Traumdeutung kenne ich mich leider nicht aus. Mein Horoskop auf http://www.schicksal.com/ hat mir für diese Woche gesagt, dass es eine gute Zeit wäre um mit etwas Neuem anzufangen. Traumdeutung klingt wirklich sehr spannend. :) Deutest du auch Träume, wenn man die seine Aufnahmen zuschickt? Würde mich bei einigen Träumen schon sehr interessieren.

    LG
    Sandra

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    1. Hallo Sandra,
      danke für deinen Kommentar.:) Ich interessiere mich ebenfalls für spirituelle/psychologische Astrologie und die Symbolsprache der Astrologie lässt sich auch gut für das Deuten von Träumen anwenden. Es ist sicher eine gute Idee, dich mehr mit deinen Träumen und deren Deutung zu beschäftigen. Ich deute meine eigenen Träume manchmal, wenn sie starken Symbolcharakter haben. Wenn du magst, kannst du einen Traum aufschreiben und mir deine mögliche Deutung dazu sagen und ich schaue dann, was ich darin sehe (Mail: ake-traum@live.de).
      LG, Christine

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