Kurz vor dem Jahreswechsel erlebte ich in den frühen Morgenstunden mal wieder eine ausserkörperliche Erfahrung. Ich war wach geworden, ging ins Bad und legte mich dann wieder ins Bett um nochmals zu schlafen. Mir kam ein Bekannter in den Sinn, den ich schon länger nicht mehr gesehen hatte. Wahrscheinlich war ich dabei, wieder einzuschlafen und plötzlich hatte ich den Eindruck, der Bekannte sei energetisch anwesend. Es war als käme eine Energie auf mich zu, die immer mehr Raum einnahm und mich zu verdrängen schien. Das war mir nicht geheuer und ich hielt entschieden dagegen. Nun war ich wieder wacher und da fiel mir ein, dass diese Energie nichts mit dem Bekannten zu tun hatte. Ich kannte dieses Gefühl, dass sich eine Art Energiedecke auf mich legte und kurz darauf war es mir immer möglich gewesen, ausserkörperlich zu gehen. So beschloss ich, zu vertrauen und diesen Energieaufbau zuzulassen. Es dauerte nur wenige Momente, da war das Energiefeld wieder da, breitete sich um mich herum und in mir aus und schien mich mit meinem Alltagsbewusstsein regelrecht wegzudrängen.
Mit
Leichtigkeit konnte ich mich aufsetzen, schwang die Beine aus dem Bett und
stand ganz normal auf, so als befände ich mich physisch in meiner Alltagsrealität. Die Klarheit und Stabilität war
unglaublich. Ich nahm meine Wohnung ganz genau so wahr, wie sie ist und fragte
mich kurz, ob es tatsächlich sein konnte dass ich ausserkörperlich war. Zum
Test bohrte ich den Finger in die Wand, der mühelos darin verschwand. Ich ging ins Bad und schaute in den Spiegel. Ich
wollte mal wieder überprüfen, wie ich ausserkörperlich aussah und ob mein
Gesicht tatsächlich wie mein physisches Gesicht aussah. Es sah eins zu eins ganz genauso
aus wie im Alltag und ich erinnerte mich, wie ich schon öfter gelesen hatte,
das man beim Blick in den Spiegel während einer ausserkörperlichen Erfahrungen
auch unangenehme Überraschungen erleben kann, weil das astrale Gesicht ganz
anders aussehen kann, als das physische und je nachdem, was man für ein Leben
führt, sich auch entsprechend negativ zeigen kann. Nachdem ich meine Wohnung noch etwas weiter inspiziert hatte, verliess ich das Haus durch die geschlossene Eingangstüre. Draussen fiel mir auf, dass sich der schöne Neuschnee, der die ganze Nacht
gefallen war, nun zu Schneematsch verwandelt hatte und die Strasse völlig unter
Wasser stand. Ich würde nicht zum Bahnhof gelangen und dachte an meine Reise,
die für den späteren Vormittag geplant war. An tiefster Stelle war das Wasser
bestimmt 2m hoch. Technisch gesehen würde das im Alltag nicht gehen, weil ich
an einem Hang wohne, an dem das Wasser abfliessen würde. Während ich auf die Strasse schaute, kam eine Frau vorbei, der es trotz des Hochwassers gelang, die
Strasse im Randbereich zu passieren. Ich bewegte mich dann weiter den Hang
hinauf Richtung Wald und begann dort herumzufliegen. Ich flog über riesige
Wald- und Hügellandschaften und meine Wahrnehmung war weiterhin gestochen scharf.
Nach einiger Zeit gelangte in ein Gebäude und dort in einen Raum, in dem sich ein kleiner ca.
5-jähriger Junge befand. Der Raum wirkte wie ein Kindergarten und der Junge war
am Spielen. Ich sprach mit ihm und sagte zu ihm auf Russisch „Alles wird gut!“.
Ich flog dann weiter und war lange unterwegs, die Stabilität und Klarheit war weiterhin sehr hoch und ich hatte irgendwann den Eindruck, schon sehr lange unterwegs zu sein und
fragte mich, wann ich wohl wieder in meinem Bett erwachen würde. Während ich
weiter über ausgedehnte Wälder und Berge flog, sah ich plötzlich eine Art
Bungalow in einiger Entfernung. Ich steuerte dorthin und traf auf eine Frau mit
vier Kindern. Sie hatte drei Söhne und
eine Tochter. Das dritte Kind, ein Sohn, war wie schon der Junge in der
vorherigen Szene blond und im ähnlichen Alter. Ich sprach mit dem Jungen und
seiner Mutter. Wieder redete ich auf Russisch und erneut sagte ich „Alles wird
gut!“. Die Familie schien nicht aus Russland zu kommen und sprach einen
Kauderwelsch aus verschiedenen Sprachen, verstand jedoch, was ich sagte. Einige Szenen später traf ich auf einen jungen Mann und seine Eltern. Mir war sofort klar, dass es der kleine Junge von damals aus dem Bungalow war, der inzwischen erwachsen geworden war. Ich wurde ganz
aufgeregt und sagte zu ihm: „Als du klein warst, erschien in eurem Wohnzimmer plötzlich eine Frau und sagte zu dir
auf Russisch Alles wird gut! stimmt‘s?" Er schaute mich erstaunt an und schien sich zu erinnern. Ich freute mich über die erneute Begegnung und die Überraschung in seinem Gesicht. Kurze Zeit später war die
Erfahrung beendet und ich erwachte in meinem Bett.
Als ich den
Rollladen hochzog und aus dem Fenster blickte, sah ich, dass der schöne
Neuschnee vom Vorabend nun tatsächlich dabei war, sich aufzulösen und es musste
viel geregnet haben. Mir kam das Bild des starken
Hochwassers aus meiner soeben erlebten Erfahrung in den Sinn und
interessanterweise ereigneten sich nur wenige Tage später in Deutschland tatsächlich grossflächige
Überschwemmungen. Bereits in einer anderen, schon länger zurückliegenden
ausserkörperlichen Erfahrung hatte ich mal starke Überschwemmungen gesehen und
nur wenige Tage danach gab es an vielen Orten katastrophale Hochwasser. Es könnte sein, dass dies auf der astralen
Ebene, auf der ich mich befand, bereits sichtbar war und sich
kurz darauf in der Alltagsrealität manifestierte.

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