Gezieltes Training mit Hemi-Sync und Yoga Nidra
Vor einigen Wochen habe ich begonnen, mit den Hemi-Sync CDs "Journeys out of the Body" vom Monroe Institute zu arbeiten. Robert A. Monroe war einer der Pioniere auf dem Gebiet der Erforschung ausserkörperlicher Erfahrungen. Er war mit dem Phänomen Ende der 50er Jahre auf spontane Weise in Kontakt gekommen und hatte anschliessend begonnen, es systematisch zu erforschen. In den 70ern gründete er das weltberühmte Monroe Institute of Applied Sciences in Virgina, dass er bis zu seinem Tod 1995 leitete. Das Monroe Institute hat mittlerweile Ableger in der ganzen Welt und ermöglicht Millionen von Menschen den Zugang zum Wissen über ausserkörperliche Erfahrungen und das Erleben eigener Erfahrungen insbesondere durch den Einsatz von sog. Hemi-Sync Frequenzen und Tönen, welche die Gehirnwellen derart verändern, dass es zu einer Synchronisation der rechten und linken Gehirnhäften (bzw. -hemisphären) kommt. Dies wiederum führt zur leichteren Erlangung bewusstseinsveränderter Zustände die bis hin zu luziden Träumen und ausserkörperlicher Erfahrungen gehen können.
Das Programm "Journeys out of the Body" enthält 6 CD's zu je 60min mit folgendem Inhalt:
- Kurzfassung der Erfahrungen von Robert Monroe
- Einstimung auf die Arbeit mit Hemi-Sync Frequenzen zur Tiefenentspannung (mit ausführlich gesprochener Anleitung)
- Zustand A - Hemi-Sync Frequenzen mit sehr wenig Text (zur Fokussierung)
- Zustand B - Hemi-Sync Frequenzen (ohne Text, mit 3 Fokussignalen im 20min Abstand)
- Zustand C - Hemi-Sync Frequenzen (ohne Text, mit 3 Hemi-Sync Signalen zur Vertiefung des Zustandes)
- Zustand D - Hemi-Sync Frequenzen und Tönen (ohne Text, mit 3 Hemi-Sync Signalen zur Vertiefung des Zustandes)
In den letzten Wochen habe ich nun versucht, täglich mit den CDs zu arbeiten. Das klappte zu Beginn sehr gut, meine Motivation war hoch und ich machte schnell interessante Erfahrungen. Schon alleine durch die Einstimmungs-CD gelang es mir, in den Zustand zu gelangen, dass mein Körper einschlief und mein Geist wach blieb. Ich hörte meinen regelmässigen Atem und fühlte, wie dieser völlig ohne mein Zutun in seinem eigenen Rhytmus ablief. Ich spürte die typischen Zuckungen an verschiedenen Körperstellen, die häufig in der Einschlafphase auftreten, jedoch beim normalen Einschlafen in der Regel nicht bemerkt werden, ausser sie sind derart stark (und in diesem Fall oft verbunden mit hypnagogen Bildern vom Fallen oder Stolpern), dass man mit einem Schreckgefühl direkt wieder hellwach ist. Zumeist gelang es mir in diesem Zustand der geistigen Wachheit und des schlafenden Körpers nur schwer, meine Gedanken fokussiert zu halten und sie drifteten weg zu Alltagserlebnissen und sonstigen Themen, mit denen sich der Geist gerne beschäftigt. Manchmal schien ich auch nahe daran zu sein, einzuschlafen, was ich an hypnagogen Bildern und beginnenden Traumszenen bemerkte. Gelang es mir, wieder wacher zu sein, gelangte ich erneut in den Zustand der schweifenden Gedanken und bemerkte, wenn dieser Zustand eine Weile angehalten hatte, dass sich dann eine Art Wechsel vollzog und ich mich plötzlich im Hier und Jetzt befand. Es liefen dann immer noch Gedanken in mir ab, diese hatten aber mit meiner aktuellen Situation zu tun, also z.B. mit Regungen meines schlafenden Körpers, den gedämpften Geräuschen, die aus der Umgebung zu mir drangen oder auch mit dem Gedanken, wie lange ich wohl schon gelegen hatte und wie lange die CD noch laufen würde. Manchmal spürte ich in diesen Momenten auch, wie sich plötzlich grosse Wärme bis hin zu Hitze in meinem Körper ausbreitete. Teilweise spürte ich meine Körpergrenzen nicht mehr, ich schien eher ein einziges grosses Energiefeld zu sein. Manches Mal war diese Empfindung auch nur auf einen Teil meines Körpers begrenzt, so spürte ich den Hals-/Kopfbereich häufig am längsten und fühlte mich hier noch voll und ganz mit meinem Körper verbunden, während ich andere Teile meines Körpers nicht mehr wahrnehmen konnte. Einmal hatte ich den Eindruck, in eine Art Sog zu gelangen, woraufhin ich mich innerlich leicht wehrte und es daraufhin zu starkem, langanhaltendem Herzklopfen kam, was mich beunruhigte.
Als Übungszeit wählte ich meistens den späteren Morgen (zwischen 8-10 Uhr) oder den Abend (zwischen 19 - 22 Uhr), andere Uhrzeiten sind aufgrund meines Tagesablaufs weniger praktisch. Nach jeder Trainingseinheit machte ich Notizen über Datum, Uhrzeit, Ausgangslage (meine körperliche und psychische Verfassung), die verwendete CD und die Erlebnisse während des Trainings. Anfangs war es ungewöhnlich für mich, keine oder nur wenig gesprochene Anleitung mehr zu haben. Schon bald wechselte ich jedoch von CD Zustand A auf die CD Zustand B. Meine jeweiligen Erlebnissen schienen jedoch weniger mit der verwendeten CD zusammenzuhängen als mit meinem Allgemeinzustand zu Beginn der Übungssequenzen. Die letzten beiden CDs habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Dies lag einerseits daran, dass ich aus Zeitmangel und wegen anderer Unternehmungen während der letzten beiden Wochen nicht mehr konsequent geübt habe, mehr noch aber daran, dass ich mir überlegt habe, dass ich auch mittels anderer Techniken zum Ziel kommen könnte. In der Vergangenheit habe ich immer wieder mit Yoga Nidra experimentiert. Es ist eine Yoga-Technik zur Tiefenentspannung, die im Liegen ausgeführt wird und bei der es darum geht, den Körper systematisch in einen schlafähnlichen Zustand zu bringen, während der Geist wach bleibt. Nachdem ich den Grossteil meiner bisher erlebten ausserkörperlichen Erfahrungen dadurch erlangte, dass mein Körper einschlief, während es mir irgendwie gelungen war, geistig wach zu bleiben, sollten es möglich sein, mittels Yoga Nidra in einen Zustand zu kommen, der diese Art Loslösung von meinem physischen Körper zulässt. Mein nächster Schritt ist deshalb, die Yoga Nidra Übungen wieder verstärkt einzusetzen. Hierzu verwende ich die CD "Tiefenentspannung durch Yoga Nidra" von Barbara Kündig. Ziel ist es jedoch, die Technik künftig auch ohne die gesprochene Anleitung ausführen zu können. Zwischendurch werde ich es sicherlich auch weiter mit den Hemi-Sync CDs probieren, denn eine Kombination beider Techniken könnte ebenfalls hilfreich sein.
Links:
Robert Monroe
Yoga Nidra
Hallo, Christine
AntwortenLöschendie vier CD´s von Robert Monroe habe ich auch, aber oft habe ich sie nicht verwendet und kann darum auch nicht viel dazu sagen. Aber ich habe mir die Yoga-Nidra-CD bestellt. Wenn Du diese empfiehlst war ich überzeugt, muss die gut sein. Kleines Kompliment :-) Dabei ging es mir eher darum, mit yoga nidra ab und zu etwas guten Schlaf nachzuholen. Und das funktioniert wirklich, wenn man nicht einschläft. Aber vor ein paar Tagen habe ich die CD nach einer unfreiwilligen morgentlichen Schlafunterbrechung gehört, bin wieder eingeschlafen und hatte einen sehr interessanten und lebhaften Traum. Es ging um eine Auseinandersetzung bzw. Aussprache mit meinem Vater. Dabei merkte ich, dass ich in einem Traum war, beschloss dann aber genau so weiterzumachen, wie ich bisher geträumt hatte, was ich auch witzig finde. Obwohl ich mich lange nicht mehr mit dem Thema LT oder AKE beschäftigt hatte, hatte ich durch die CD wieder einen LT.
herzliche Grüsse, Uwe
Hallo Uwe,
Löschenfreut mich, dass dir die Entspannungsmethode mit der Yoga Nidra CD gefällt und die Übungen zu einem interessanten Traum geführt haben. Einen Traum laufen lassen und schauen was passiert, finde ich auch immer sehr spannend und aufschlussreich. Liebe Grüsse, Christine