Als mein Körper einschlief,
bemerkte ich, wie sich mein Bewusstsein weg bewegte Richtung Fenster.
Ich konnte die Aufmerksamkeit jedoch nicht halten und wurde
zurückgezogen. Kurz darauf erwachte ich in einem Bett an einem
anderen Ort. Es war mein dortiges Zimmer und ich schaute mir Möbel
und Einrichtung ganz genau an. Einige Möbel gehörten meinen
Eltern und ich wunderte mich darüber, dass sie in meinem Zimmer
standen. Ob ich sie in dieser Realität geerbt hatte? Während
ich diese Überlegungen anstellte, begann die Traumrealität
zu verschwimmen und ich widmete mich rasch wieder der konkreten
Situation, worauf sich diese sofort festigte. Ich öffnete
Schränke und Schubladen und fand viele verschiedene Dinge,
einiges auch aus der Kindheit, Spielsachen, Bücher und Puppen.
Als ich einen Spiegel entdeckte, betrachte ich mich längere Zeit
darin und stellte fest, dass ich ganz genauso aussah wie in der
Alltagsrealität. Schliesslich verliess ich das Zimmer durch eine
grosse Schiebeglastüre ins Freie und trat über eine Rasen-
und Kiesrabatte auf einen Gehweg. Der Übergang von drinnen nach
draussen führte wieder zu einer leichten Instabilität,
woraufhin ich sofort ein Gänseblümchen vom Rasen pflückte
und ihm meine ganze Aufmerksamkeit widmete, was die Szene wieder
stabiler werden liess. Draussen wanderte ich längere Zeit umher
und schaute mir die Umgebung an, es war ziemlich ähnlich wie in
der Alltagsrealität, mit Menschen und Autos auf den Strassen,
nichts was irgendwie auf eine höher schwingende Realität
oder eine Traumwelt schliessen liess. Irgendwann gelangte ich in eine
Art Park, der durch eine Mauer begrenzt war. Unterhalb von der Mauer
sah ich Wasser, ungefähr Hüfthoch mit vielen Grünpflanzen
darin. Entweder war eine Grünanlage überschwemmt worden
oder es befanden sich so viele Wasserpflanzen darin. Mir kam der
Gedanke, etwas zu visualisieren und ich schaute auf den steinernen
Plattenweg zu meinen Füssen. Ich dachte an ein Goldstück.
Sofort war es da und ich bückte mich rasch, hob es auf und
steckte es in die Hosentasche. Schliesslich wollte ich nicht
riskieren, die Aufmerksamkeit der anderen auf mich zu ziehen. Als
nächstes visualisierte ich Delphine im seichten Wasser unterhalb
der Mauer. Einige Menschen, die auf der Mauer sassen, waren für
einen Bruchteil einer Sekunde erstaunt, aber dann freuten sie sich an
den spielenden Tieren und es schien das Normalste der Welt zu sein,
dass sich unter uns im Wasser Delphine tummelten. Ich wurde etwas
kühner und beschloss, die Person neben mir zu fragen, ob wir uns
von irgend woher kennen, vielleicht aus einem anderen Leben oder aus
einer anderen Dimension. Ganz entfernt erinnerte er mich an
jemanden von meiner Arbeitsstelle in der Alltagsrealität, mit
dem ich aber nur wenige Male zu tun hatte. Der Mann hielt meinem
Blick stand, zeigte aber keinerlei Reaktion. Ich hörte plötzlich
ein Brummen und befürchtete, wir würden von einem
Bienenschwarm attackiert. Ich liess von dem Mann ab und entdeckte
tatsächlich ein paar einzelne Bienen in meiner Nähe. Der
Brummton hatte in dem Moment nachgelassen, als ich mein Vorhaben
abbrach. Ich verliess das Parkgelände wieder und bewegte mich
weiter durch die Gegend. An irgendeinem Punkt sah ich in der Ferne
ein grosses, durchscheinendes Tor, dass in allen Farben leuchtete. Es
sah wunderschön aus, wie aus einem Märchen und es war
seltsam, dass dieses Tor in der normalen Umgebung zu sehen war, in
der ich mich befand. Ich setzte sofort zum Flug an und schwebte durch
das Tor. Unter mir sah ich nun einen weiteren Park, der mit den schönsten Blumen bepflanzt war und in dessen Mitte sich eine Statue befand. Ich flog weiter und sah, dass der Park nur einen
begrenzten Bereich betraf, in dem eine höher schwingende Energie
zu wirken schien. Am Ende des Parkes war eine Mauer, die in eine
steile Felswand überging und weit in die Tiefe reichte. Unten am Fusse der Felsen sah ich eine Strasse, auf der viele Autos fuhren. Neben der
Strasse gab es einen Fluss, der unterirdisch unterhalb des Gebiets
durchfliessen zu schien, in dem ich mich befand. Einige der Autos
verliessen die Strasse und bewegten sich in den Fluss hinein. Ich
bemerkte, dass es sich um Amphibienfahrzeuge handelte und obwohl ich
im ersten Moment gedacht hatte, diese Realität hinter dem
Märchenpark ähnelte der Realität, aus der ich kam,
also vor dem Park, war hier doch alles sehr viel moderner und
futuristischer. Nachdem ich eine Weile geschaut hatte, ging ich in
den Märchenpark zurück, hielt mich eine Weile bei der
Statue auf und genoss die schöne, energiereiche Stimmung.
Schliesslich kehrte ich zurück in die Szenerie vor dem Park und
verbrachte dort noch längere Zeit, bis ich wieder in meinem Bett erwachte.
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