Nachfolgend berichte ich wieder von einer länger zurückliegenden Erfahrung. Wer diese Erfahrungen zusammenhängend lesen möchte, um zu sehen, was ich der Reihe nach erlebt habe, kann auf die Kategorie "Frühere Erfahrungen" klicken und erhält dann zeitlich sortiert die entsprechenden Einträge.
In den frühen Morgenstunden des 14. Aprils 2008 erlebte ich auch wieder mehrere Reisen hintereinander. Ich war zuvor aufgewacht und hatte einen Traum aufgezeichnet. Anstatt dann wieder einzuschlafen, bemerkte ich, wie sich mein Bewusstsein vom Körper löste und ich Richtung Wohnzimmer driftete. Dort landete ich in einem Raum, einer Art Kammer oder Badezimmer, den es so in meiner Wohnung nicht gibt. In diesem Raum gab es einen Wandschrank, den ich aufmachte um mir einige Kleider herauszuholen. Ich wollte etwas anderes anziehen, bevor ich mich auf Reisen begab, schließlich war ich im Schlafanzug. Leider passten mir die Kleider alle nicht, sie waren zu klein und schienen aus einer anderen Zeit zu sein, etwas trachtenmässig mit Schürzen und Blusen (das Haus, in dem ich wohne, ist einige hundert Jahre alt und ich habe wohl eine andere Zeit erwischt). Ich fand wirklich nichts in meiner Größe und beschloss, ohne mich umzuziehen auf Tour zu gehen. Ich segelte zum Dachfenster hinaus und flog eine Weile durch das dunkle Nichts. Dann bemerkte ich, wie ich auf Wasser zuflog und irgendwann erkannte ich, dass ich unterwegs war zu einem Badeplatz an einem See, an dem ich in meiner Alltagsrealität schon oft gewesen bin. Der Strand und die Grundstücke sahen etwas anders aus, da es dunkel war konnte ich aber nicht allzu viel erkennen. Leider zog es mich zurück in mein Bett, ich konnte jedoch direkt aufs Neue starten. In meinem Zimmer, neben dem Bett stehend, konnte ich nichts sehen und es fiel mir schwer, zu mehr Bewusstheit zu gelangen. Irgendwie hatte ich in dem Moment auch nicht die Motivation, mich anzustrengen um meine Aufmerksamkeit zu steigern. Stattdessen bewegte ich mich wieder Richtung Fenster und segelte ins dunkle Nichts hinaus. Ich hatte den Eindruck, sehr lange zu fliegen, es war dieses Mal aber kein großer Sog zu spüren und das Schweben war angenehm. Irgendwann setzte doch ein leichter Sog ein und ich wurde nach unten gezogen. In sehr weiter Entfernung sah ich dunkles Wasser und ein paar Lichtpunkte einer Stadt. Es war, als sei ich durchs All geschwebt und würde mich nun wieder Richtung Erde bewegen.
Je näher ich der Stadt kam, desto heller wurde es und als ich schließlich landete, konnte ich sehen das die Bauten sehr futuristisch aussahen. Es gab nirgends Grün und alles war zugebaut. Ich lief auf einem Platz entlang und betrat einen Kleiderladen. Dort waren mehrere Leute aber niemand nahm Notiz von mir. Ich war mir unsicher, ob sie mich wahrnehmen konnten oder nicht. Plötzlich sah ich eine Frau, die mir bekannt vorkam. Ich sprach sie an und erinnerte mich, dass wir uns aus der Grundschule kennen, ich damals aber kaum Kontakt zu ihr gehabt hatte. Jetzt redete sie ziemlich lange mit mir aber es schien mir alles belanglos zu sein und ich hatte Sorge, meine Aufmerksamkeit zu verlieren. Ich überlegte, ob sie vielleicht gestorben war und ich sie deshalb hier traf. Um sicher zu sein, fragte ich sie, ob sie einen physischen Körper hätte und auch auf der Erde leben würde. Sie bejahte dies mit einem völlig selbstverständlichen Ausdruck und es erschien mir in dem Moment, als ob sie gleichzeitig auf der Erde als auch in dieser Stadt der Zukunft leben würde. Ich verließ das Geschäft und ging in einen Imbissladen. Ich hatte meine EC-Karte dabei und sollte plötzlich unbedingt viel Geld abheben, weil sonst sein Wert verfallen würde. Es gab in der Imbissbude einen Bancomaten, ich hatte aber etwas Sorge, was ich denn mit all dem Geld machen sollte, wenn es dann abgehoben war. In meiner Nähe scherzte ein Typ herum, den ich aus dem Studium kannte (auch mit ihm hatte ich nie viel zu tun gehabt) und ich befürchtete, er würde mir das Geld gleich mal abnehmen, wenn ich es dann in den Händen hielt. Ich verließ den Laden recht schnell und beim Hinausgehen verabschiedete sich eine Bedienung mit "Tschüss, Frau...". Sie hatte einen anderen Namen genannt und ich wollte fast schon zurückgehen um zu erfahren, wie ich denn auf dieser Ebene hieße. Ich war mir mittlerweile ziemlich sicher, dass auch ich eine dauerhafte Existenz in dieser Parallelwelt zu haben schien. Draußen geriet ich in eine kleine Bandenauseinandersetzung und hatte Sorge um mein Geld. Da tauchte plötzlich ein Typ auf, den ich mal in einem Sprachkurs kennengelernt hatte. Auch mit ihm hatte ich damals kaum etwas zu tun gehabt, hier schienen wir uns aber zu kennen und er kam mir zu Hilfe um mich von den Rowdies wegzubegleiten. An dieser Stelle endete die Sequenz und ich landete wieder in meinem Bett.
Ich startete erneut, flog wieder durchs Nichts und gelangte dann zu einer Art Feriensiedlung aus Bambushütten. Das Areal sah von oben sehr schön und harmonisch aus und die einzelnen Hütten waren durch kleine Übergänge miteinander verbunden. Ich landete und betrat die Hütten. Drinnen waren überall Betten in schön gestalteter Umgebung und es herrschte eine entspannte, urlaubsmässige Atmosphäre. Die meisten Betten waren leer aber irgendwo entdeckte ich einen Typen, der konzentriert in einer Zeitschrift las. Ich ging auf ihn zu aber er schien mich nicht zu bemerken. Auch ihn kannte ich aus der Schulzeit, er war aber jemand gewesen mit dem ich damals näher Kontakt gehabt hatte (und er bemerkte mich hier nicht, im Gegensatz zu all den anderen, zu denen ich kaum bis wenig Kontakt gehabt hatte). Ich zog weiter und entdeckte zwei mir unbekannte schlafende Frauen in einem Bett. Als ich näher kam, erwachten sie und wir unterhielten uns kurz. Ich fand sie anziehend und landete bei ihnen im Bett. Wir kamen uns näher und mittendrin erwachte ich in meinem Bett in meiner Alltagsrealität. Jedoch schien ich gleichzeitig auch noch auf der anderen Ebene zu sein und spürte alles, was sich dort abspielte, auf meiner Haut und in meinem Körper obwohl doch mein Bewusstsein auch schon wieder an meinen Körper auf der Erde angedockt hatte - ein seltsames Gefühl.
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