Montag, 13. Oktober 2014

Die pulsierende Welle

Nachfolgend berichte ich wieder von einer länger zurückliegenden Erfahrung. Wer diese Erfahrungen zusammenhängend lesen möchte, um zu sehen, was ich der Reihe nach erlebt habe, kann auf die Kategorie "Frühere Erfahrungen" klicken und erhält dann zeitlich sortiert die entsprechenden Einträge.

Anfang Mai 2008 war ich eines Nachts gegen 4 Uhr aufgewacht und konnte lange nicht mehr einschlafen. Ich kam immer wieder an den Punkt, an dem ich fast eingeschlafen wäre. Ich merkte, wie mein Körper schwer wurde und wie die Energie sich darin erhöhte und zu fließen begann. An dieser Stelle hatte ich dann meistens das Bedürfnis mich zu drehen oder es war mir war zu heiß oder zu kalt oder was auch immer und ich war wieder wach. Ich wusste, dass diese Phasen die optimale Gelegenheit waren, statt einzuschlafen, bei Bewusstsein zu bleiben und meinen Körper zu verlassen. Irgendwann schaffte ich es tatsächlich, den Körperaustritt im entscheidenden Moment nicht wieder zu verhindern und ich bemerkte, wie ich neben meinem Bett stand und mich zur Türe bewegte. Ich konnte sogar teilweise sehen, allerdings nur mit dem linken Auge und ich nahm alles in einem sehr seltsamen Winkel wahr. Es könnte auch sein, dass mein physisches linkes Auge offen war und Teile meines Zimmers sah, während ich mich eigentlich schon außerhalb meines Körpers befand. Dazu würde passen, dass ich bzw. mein Körper tatsächlich auf der Seite lag und mein rechtes Auge durch das Kopfkissen verdeckt war. Ich bewegte mich Richtung Fenster, verlor dann aber die Sicht und beschloss erst einmal nichts weiter zu unternehmen. Es war dunkel um mich herum und ich verharrte im Nichts. Es kam mir vor, als ob dieser Moment recht lange anhielt. Dann geriet ich ins Taumeln und plötzlich bemerkte ich, wie ich in eine Art pulsierende Welle hineingezogen wurde und kurz darauf, wurde ich selbst zu dieser Welle. Ich – oder was noch übrig war von mir – begann sich rhythmisch zusammenzuziehen und wieder auszudehnen. Es war ein total faszinierendes und gleichzeitig sehr beängstigendes Gefühl. Ich hatte den Eindruck, dass ich mich komplett auflösen würde, wenn ich mich dieser Empfindung überließe. Ich hatte Angst, den Weg in meinen Körper nicht mehr zurückzufinden, da ich ja gar nicht mehr wüsste, dass es mich noch gibt – das war mir dann doch zuviel und ich schaltete schleunigst den Rückwärtsgang ein... (Fortsetzung).

3 Kommentare

  1. Hallo, Christine
    Das war ja eine spannende Erfahrung. Wenn Du jetzt mit etwas Abstand darüber nachdenkst, würdest Du sagen, dass Du Dich wirklich ganz aufgelöst hättest ohne in Deinen Körper zurückzukehren?
    Wohl eher nicht oder?
    Ich kenne auch diesen Punkt, an dem ich vor dem Einschlafen meditiere und mich dann nur auf die Seite zu legen brauche, um sofort einzuschlafen. Ich werde mal versuchen, wach zu bleiben.
    LG, Uwe

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    1. Hallo Uwe,
      danke für deinen Kommentar. Das wäre wohl nicht passiert aber ich hatte trotzdem in dem Moment Sorge, mich komplett aufzulösen (vielleicht ähnlich der Angst, die Bewusstheit zu verlieren). Bei den ausserkörperlichen Erfahrungen ist die richtige Mischung zwischen Kontrolle und Hingabe entscheidend (wie bei der Mediation sicherlich auch). Mit zuviel Kontrolle tut sich nichts und mit zu viel Entspannung/Hingabe verliert man sich. Ich experimentiere auch viel mit den Momenten vor dem Einschlafen, das funktioniert ganz gut, wenn ich nicht zu müde bin.
      Liebe Grüsse, Christine

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  2. Danke Dir. Ich finde immer informativ, was Du schreibst.
    LG, Uwe

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