Als ich klar werde, befinde ich mich in einer Art grauen Masse und weiss
nicht, wo oben und unten ist. Mir kommt der Gedanke, dass ich mich
"nach oben" bewegen muss und ich spüre instinktiv, in welche Richtung es
geht. Ich mache Schwimmbewegungen und bewege mich ganz langsam
vorwärts. Es ist, als ob ich in einem zähen Brei umherschwimme. Meine Sicht
ist anfangs noch trüb, wird jedoch von Moment zu Moment klarer
und mir wird gleichzeitig bewusst, dass ich mich in der unteren
Astralebene befinde. Mir fällt der dunkle energetische Gürtel ein, der
auf feinstofflicher Ebene um die Erde herum liegt und der entstanden ist
durch all das Leid, das auf der Erde seit ihrem Anbeginn geschehen ist
und weiterhin geschieht. Ich erinnere mich, dass ich kürzlich wieder
von diesem Gürtel gehört habe in einem Interview mit dem Psychologen Ulrich Kramer, der die Technik des MindWalking entwickelt hat. Diese dient der Lösung und Heilung grundlegender Blockaden, Schwierigkeiten etc. und bringt dabei Erkenntnisse und Erinnerungen der Klienten an frühere Leben sowie auch an die Zeit zwischen Inkarnationen ins Bewusstsein. Es ging in dem Interview u.a. darum, was Sterbende nach Verlassen des Körpers erleben und bei den untersuchten Fällen zeigte sich, dass kein einziger Klient einen
Lichttunnel gesehen oder von bereits verstorbenen Verwandten oder
Schutzengeln etc. abgeholt wurde, wie das von unzähligen Nahtoderlebnissen weltweit bekannt ist
Im Gegensatz dazu befanden sich die Klienten von Herrn Kramer nach dem Tod neben
ihren Körpern auf der irdisch-feinstofflichen Ebene, die sie alle früher oder später verliessen, indem sie nach
oben entschwebten. Viele berichteten davon, dass sie bei diesem Vorgang
des Entschwebens schliesslich in einer dunklen Masse landeten und dort
ihr Bewusstsein verloren.
Ich scheine mich im Moment in dieser Masse zu befinden
und während ich mich langsam und vorsichtig durch Schwimmbewegungen
vorwärts bewege und meine Sicht immer klarer wird, fallen mir dunkle
Gebilde in der grauen Masse auf, die in einiger Entfernung von mir umher
dümpeln. "Bloss keine Aufmerksamkeit erregen...", denke ich mir, "...und nicht
in Panik geraten, sonst ziehe ich sie damit an". Mir fällt ein, dass ich
auch bei Robert A. Monroe ("Der Mann mit den zwei Leben") davon gelesen habe, dass er sich, nachdem er
sich vom Körper gelöst hatte, immer wieder in einer dunklen Masse
befand, durch die er versuchte so unfauffällig wie möglich
hindurchzuschweben, da er ansonsten Wesen/Energiegebilde anzog, die wie
Fische auf ihn zuschwammen und sich an ihm verhakten. Wenn das
passierte, bekam er sie nicht mehr los und die einzige Lösung war,
zurück in den Körper auf die physische Ebene zu gehen und einen neuen
Versuch zu starten. So versuche auch ich, mich möglichst unauffällig zu
verhalten, während ich weiter auf das Ende dieser grauen Masse
zusteuere. Mit einem Mal habe ich es geschafft und befinde mich in
klarer Luft, um mich herum schweben wunderschöne Blüten und bald komme
ich zu einer traumhaften Naturlandschaft. Ich bin umgeben von Seen,
Inseln und grünen Wäldern. "Endlich auf der mittleren Astralebene..." denke
ich mir und bin erleichtert. Nach dem Erwachen kommt mir diese Sequenz vor wie eine Anleitung oder Übung dafür, was nach dem Tod bzw. dem endgültigen Verlassen des physischen Körpers zu tun und zu beachten ist. Gelingt es nicht, bei Bewusstsein zu bleiben, während man entschwebt und in den dunklen Energiegürtel gelangt, passiert es nur zu leicht dass man auf der unteren Astralebene hängen bleibt und von dort aus irgendwann bewusstlos in die nächste irdische Inkarnation startet...und damit eine neue Gelegenheit erhält, es beim nächsten Mal in die mittlere Astralebene zu schaffen.
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