Dienstag, 14. Mai 2013

Von Kleingetier und Klonen

Kürzlich entdeckte ich am Boden im Wohnzimmer eine Raupe. Kaum hatte ich sie erblickt, verwandelte sie sich in einen Marienkäfer, der schnell auf die Grösse einer Faust heranwuchs. Ich war irritiert. Ich wusste, dass Marienkäfer normalerweise nicht diese Grösse haben und konnte mir diesen seltsamen Vorgang nicht erklären. Kurz darauf erblickte ich eine weitere Raupe in einiger Meter Entfernung vom überdimensionierten Marienkäfer. Im Nu erschienen noch mehr Raupen gefolgt von Würmen und Maden, die sich rasch vermehrten. Vielleicht lag irgendwo etwas Verdorbenes? Ich suchte den ganzen Boden ab, konnte aber nichts entdecken. Und da wurde es mir mit einem Mal klar: dies ist ein Traum! Kurzerhand verwandelte ich all das Kleingetier in Papierschnipsel, kehrte sie mit der Hand zusammen und warf sie weg. Im nächsten Moment erwachte ich in meinem Bett. Aber was befand sich da vor meinen Augen? Ich entdeckte einen Bilderrahmen in ca. 30cm Entfernung von meinem Gesicht. Auf dem Bild war mein Schlafzimmer zu sehen, das Bett und ich, wie ich darin lag. Dann erschien auf dem Bild eine zweite Version von mir, neben dem Bett stehend. Ich hatte mich schon einige Male im Traum selbst getroffen, oder eine Art Klon von mir, und so löste dieser Anblick auf dem Bild ein Erinnern an diese Erlebnisse aus. Ich wollte, dass die beiden miteinander interagieren und ich wusste, dass ich sie gedanklich steuern konnte. Die eine verliess das Bett und gesellte sich zur anderen. Sie alberten herum und lachten und da machte es "klick" und ich erwachte in der Alltagsrealität.

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