In den letzten Wochen erlebte ich des nachts häufig luzide Momente, in denen ich bestimmte Dinge trainierte und mit kleinen Übungen experimentierte. Dazu gehörte z.b. das Fliegen, Saltos schlagen, meinen Körper verändern, Dinge durch Gedankenkraft bewegen, manifestieren oder umformen, der Kontakt und die Interaktion mit Tieren sowie subtile Versuche Traumpersonen auf den luziden Zustand aufmerksam zu machen. Da ich weiterhin fleissig meine Träume notiere, wovon ich auch schon hier berichtet habe, konnte ich im Nachhinein wieder mehrere Male präkognitive Elemente in meinen Träumen ausfindig machen. Meistens hatten diese Erlebnisse mit mir nahe stehenden Personen zu tun und betrafen die Beziehung zu eben diesen. Es gab aber auch einige andere Momente, die weniger privaten Charakters waren. Ein Mal träumte ich z.B. wie ich im Zusammenhang mit meiner Arbeit einen Anruf erhielt. Der Anrufer schien im ersten Moment ein interessantes Angebot zu haben aber sein Vorgehen war aggressiv und es gelang ihm in kurzer Zeit, mich in ein Gespräch zu verwickeln. Ich betitelte den Traum "Am Haken". Am darauffolgenden Tag erhielt ich einen Anruf von einer Frau von einer Spendenorganisation. Bei dieser Organisation hatte ich vor einem Jahr auf der Strasse mehr oder weniger unfreiwillig Geld gespendet. Dem Spendensammler war es damals in kurzer Zeit gelungen, mich derart um den Finger zu wickeln, dass ich nicht anders konnte, als zu spenden und sogar einen sehr viel höheren Betrag, als ich im ersten Moment für angebracht gehalten hatte. Im Nachhinein hatte ich mich sehr über das aggressive Vorgehen dieses Mannes geärgert und darüber, dass es ihm gelungen war, mir gegen meinen Willen Geld abzuluchsen. Nun erhielt ich also ein Jahr später (und einen Tag nach meinem Traum) einen Anruf von eben dieser Organsation. Am Apparat war eine freundliche Dame, die natürlich wieder eine Spende wollte.
Normalerweise gelingt es mir problemlos das Gespräch mit unerwünschten Anrufern in wenigen Sätzen zu beenden. Heute aber gelang es der Dame, wie auch damals schon ihrem Kollegen, mich "an den Haken" zu bekommen und wir sprachen bestimmt 20 Minuten miteinander. Ich nutzte die Gelegenheit, die Dame darauf aufmerksam zu machen, dass ich das Vorgehen ihrer Organisation bzw. ihrer Mitarbeiter als ziemlich aggressiv empfand und sie erklärte mir ausführlich, warum die Spenden für sie derart wichtig waren. Wir beendeten das Gespräch schliesslich ohne eine Spende meinerseits. Mir war im Verlauf des Gesprächs mein Traum aus der Vornacht in den Sinn gekommen und ich war dankbar für diese kleine präkognitive Vorwarnung. Sie hat sicherlich dazu beigetragen, dass ich mich dieses Mal nicht hatte umstimmen lassen und meinen Argumenten Ausdruck verleihen konnte.
Ein anderes Mal träumte ich in drei Nächten hintereinander von drei verschiedenen Personen, mit denen ich vor vielen, vielen Jahren in unterschiedlichen Kontexten einmal zu tun gehabt hatte. Die kurzen Begegnungen waren im jeweiligen Moment interessant, lustig, beeindruckend und in einem Fall auch nichtssagend gewesen. Im Hinblick auf meine sonstigen Kontakte würde ich diese Personen definitiv als "Randpersonen" in meinem Alltagsleben betiteln und es war erstaunlich für mich, dass ich nun drei Mal hintereinander auf intensive Weise von solchen Personen träumte. Wenige Tage später traf ich in einem Cafe auf eine Frau, die ich nur entfernt kenne und bisher nur wenige Male gesehen habe. Im Grunde genommen kenne ich sie gar nicht sondern sie ist eine Bekannte eines Freundes von mir, der auch mit im Cafe war. Wir kamen ins Gespräch und unterhielten uns angeregt. Nach wenigen Sätzen waren wir beim Thema Träume angelangt, für das sie ebenfalls grosses Interesse hegt. Ich hatte gleich das Gefühl, dass unsere Begegnung nicht zufällig war und ich sie wieder treffen wollte. Der Kontakt war schnell geknüpft und ich bin gespannt darauf, was ich durch sie weiter erfahren und erleben werde. Meine Träume mit den "Randpersonen" waren mir im Anschluss an diese Begegnung wieder in den Sinn gekommen und ich stellte sofort einen Bezug zum Erlebten her. Da hatte mir mein Unterbewusstsein vorab signalisiert, dass eine kurz bevor stehende Begegnung mit einer mir relativ fremden Person von Wichtigkeit sein könnte.
Bei anderer Gelegenheit träumte ich von meinem Bruder und davon, wie er mir bei einem ziemlich aufwändigen Antrag für einen Reisepass half. Einige Tage später rief mich mein Bruder an und berichtete mir davon, dass er heiraten wird und seiner Freundin einen Antrag gemacht hatte. Er hatte sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen und die Vorbereitungen für den Antrag waren aufwändig gewesen. Mir fiel im Gespräch sofort mein Traum ein und ich wusste, dass die Elemente "mein Bruder" und "aufwändiger Antrag" ein präkognitiver Hinweis waren für das, was ich kurz darauf erfahren würde. Abgesehen von Traumerlebnissen dieser Art ereigneten sich in den letzten Wochen verschiedene ausserkörperliche Erfahrungen. In den meisten Fällen traf ich Personen aus meinem näheren Umfeld an und in diesen Begegnungen konnte ich Dinge erfahren und bewirken, für mich klären und transformieren. Solche Erlebnisse haben meiner Erfahrung nach eine tiefe therapeutische Wirkung und ich kann mir keine bessere Therapie vorstellen als die Konfrontation über Träume und AKEs mit sich selbst. Ich hatte bereits hier einmal ansatzweise über ein solches Erlebnis berichtet, werde aber die kürzlich gemachten Erfahrungen nicht detaillierter ausführen, da sie, wie gesagt, Personen aus meinem Umfeld beinhalten und diese Erlebnisse auch für mich zu persönlich sind, um sie hier darzulegen. Aus diesem Grund gab es nun in den letzten Wochen nicht allzuviel hier im Blog zu berichten. Ein spannendes Erlebnis hatte ich jedoch in der Nacht auf gestern, welches ich in den nächsten Tagen hier veröffentlichen werde.
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