Sonntag, 30. März 2014

Rundreise durch niedere und mittlere Ebenen

Nachfolgend berichte ich wieder von einer länger zurückliegenden Erfahrung. Wer diese Erfahrungen zusammenhängend lesen möchte, um zu sehen, was ich der Reihe nach erlebt habe, kann auf die Kategorie "Frühere Erfahrungen" klicken und erhält dann zeitlich sortiert die entsprechenden Einträge.

Einige Wochen nach der letzten Erfahrung erlebte ich Mitte November 2007 eine Reise deren Beginn und Ende ich voll bewusst mit erlebte. Ich verliess meinen Körper und kehrte nach ca. 30min zurück als mein Wecker klingelte. Ich war zuvor kurz im Bad gewesen und hatte mich dann noch einmal hingelegt, obwohl ich wusste dass ich eigentlich sowieso bald aufstehen müsste. Ich war mir während des ganzen Erlebnisses meiner selbst bewusst, ich wusste dass ich eigentlich zuhause in meinem Bett lag, dass es schon früh am Morgen war und ich nicht mehr viel Zeit hätte umherzuziehen, da ich später gleich zur Arbeit müsste. Die Reise erschien mir von den Erlebnissen her (nicht zeitlich gesehen) sehr lange und ich hatte im Nachhinein nicht alles notiert, weil das ein halbes Buch gefüllt hätte. Interessant war zum Beispiel, dass ich im Lauf der Reise müde wurde und mich hinlegen wollte. Mein Bett bestand aus einer Matratze, die im Garten lag vor einem Gebäude, das zu meiner Arbeitsstelle gehörte. Ich legte mich dorthin, wollte aber nicht einschlafen denn ich wusste, dass ich mich auf Reisen befand und wenn ich jetzt diesem Sog nachgeben würde, dann wäre es vorbei mit meiner Wahrnehmung. Das ging eine Weile hin und her und mir wurde plötzlich bewusst, dass diese Situation genauso war, wie die vielen Versuche, als ich noch selten AKEs erlebte und immer irgendwie halb in meinem Körper hing und versuchte mich davon zu lösen. Schließlich liess ich mich fallen und anstatt das Bewusstsein zu verlieren, spürte ich, wie ich diesen (Traum-)Körper verließ, der da auf der Matratze lag. Ich war sehr erstaunt, denn schliesslich hatte ich meinen physischen Körper bereits verlassen und konnte mir nicht erklären, wohin ich nun gewechselt hatte.

Es folgten ein paar Szenen, die ich nicht notiert hatte. Plötzlich befand ich mich in einer Art Keller oder Verließ, tief unter einem Gebäude. Es war dunkel und die Atmosphäre war unheimlich. Ich machte mir jedoch keine Sorgen da ich wusste, dass ich ausserkörperlich war und mir nichts passieren konnte. Falsch gedacht!
Als ich versuchte den Raum zu verlassen, bemerkte ich, dass die Wände fest waren. Die Tür war ebenfalls verschlossen und ich konnte nicht einfach mal schnell durch die Wand schweben. Ich fand das sehr seltsam und dachte, das könne eigentlich nicht sein. Zum Glück bekam ich keine Panik und überlegte ganz rational, dass es vielleicht daran läge, dass die Energie in diesem Raum zu niedrig war. Oder vielleicht war meine eigene Energie zu niedrig? Ich beschloss diese zu erhöhen und hämmerte mir mehrmals die Worte "Energie erhöhen" ein, während ich erneut versuchte, durch die Tür zu gehen. Sie war immer noch fest, aber ich konnte feststellen, wie sie ein bißchen nachgab. Es schien als würde sich ihre Struktur verändern und ich konnte mich schließlich durch sie hindurchzwängen. Dabei entstand ein knisterndes Geräusch, ähnlich wie bei Steckschaumstoff, den man für Blumengestecke verwendet. Es hörte und fühlte sich ganz genau so an als ich mich mit aller Kraft durch die Tür zwängte.

Auf der anderen Seite angekommen lief ich schnell die Treppe nach oben um wegzukommen von diesem düsteren Raum mit der niedrigen Energie. Oben ging ich durch eine Tür und betrat eine völlig andere Szenerie. Ich befand mich nun in einer Art Hotel oder Club, die Leute liefen in Urlaubskleidung herum, holten sich etwas vom Buffet oder planschten im Pool. Ich flog ein bißchen umher aber niemand konnte mich sehen, auch nicht als ich ganz dicht an die Badenden heranflog. Sie schauten kurz irritiert in die Luft, irgendetwas hatten sie schon bemerkt aber sie nahmen mich nicht wirklich wahr. In dem Hotel lief spanische oder karibische Musik und ich überlegte, wo ich denn da gelandet sein könnte. Ich flog nach draußen, schaute mir den Strand an und segelte zum Pier. Dort saß eine Gruppe junger Leute und ich setze mich neben sie. Ich sprach einen Mann neben mir an, ob er mich sehen könne. Er bejahte dies mit einer Art selbstverständlichem Ausdruck. Ich fragte ihn, wo wir denn hier wären, ob das vielleicht Marbella wäre? Wegen der spanischen Musik und dem Pier mit den vielen Luxusyachten war mir irgendwie Marbella in den Sinn gekommen. Er verneinte und sagte dies wäre Melba (oder so ähnlich). Dann klingelte der Wecker und ich wusste, dass ich nun zurück musste. Ich lag wieder in meinem Bett und öffnete die Augen ohne zwischendurch "weg" gewesen zu sein. Ich fühlte mich nach dieser Reise total friedlich und voller Energie, erholter als nach normalem Schlaf.

Später im Internet schaute ich nach, ob es einen Ort gibt, der Melba heißt. Ich konnte aber nichts finden, es gibt nur eine Pfirsichsorte mit diesem Namen und vielleicht war es mir deshalb ein Begriff. Dass man auf Reisen sehr leicht in Parallelwelten landet und an Orte gelangt für die es in der vetrauten physischen Welt keine Entsprechung gibt, war mir damals noch nicht bekannt.

0 Kommentare

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für deinen Kommentar! Er wird demnächst frei geschaltet.